#39 – Grundeinkommen – Sinnvoll oder unmöglich? Unsere erste Debatte!

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7 Kommentare zu „#39 – Grundeinkommen – Sinnvoll oder unmöglich? Unsere erste Debatte!“

  1. Robert Conan

    Ich muss zugeben, dass ich erst skeptisch war, als ich gehört habe, dass Marcel die Moderatorenrolle übernommen.
    Ich war jedoch äußerst positiv überrasch, wie er es angeganen und umgesetzt hat. Tims Einwurf kurz zu definieren was der Begriff bedeutet, um den es geht, fand ich gut.
    Bitte beibehalten, aber keine pro und contra Argumente in dieser Definition mehr vorwegnehmen. VIelleicht kann man das in die anmoderaton direkt hinein nehmen Begrüßung Themenvorstellung -> Definition > Regelerklärung -> Vorstellen der Kontrahenten -> losgehts
    Bin gespannt wie ihr euch in dem Format weiterentwickelt.

    1. Ritterkak[tus] X2

      Moin moin erstmal✌

      Ich kann diesem Tim-Jannes Liese nur zustimmen. Ich wette der will auch mal im Podcast mitmachen. 😁

      Für das erste mal fand ich die Debatte wirklich gut. Und im Laufe der Zeit werdet ihr euch ja auch daran gewöhnen nur bei einer Position zu argumentieren. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf die nächste Diskussion.

      Den Live Podcast fand ich am Anfang und Ende persönlich nicht so schlimm. Das finde ich so zumindest besser als wenn man alles strikt durcharbeitet und es überhaupt nicht mehr natürlich ist.

      Ach Moment Steady 5€ (Für die neuen am besten gar nicht erst sagen, dass es auch 3€ gibt 😉)

  2. Ich finde, dass bei der Finanzierung irgendwie die Besteuerung der Reichen außer Acht gelassen wurde. Ich weiß, dass ich da wohl gegen die Meinung vieler/der Realität gehe, aber relativ wenige Leute haben so viel Geld, dass man vielleicht da ansetzen sollte, um vielen Leuten ein besseres Leben zu ermöglichen. Vielleicht bin ich da zu idealistisch, aber es ist schwierig, immer zu hören, wie wir alle mehr bezahlen müssen, es dann aber haufenweise Menschen gibt, denen eine Million weniger wahrscheinlich nicht wehtun würde. Natürlich tritt dann das Problem auf, dass “niemand mehr sein Vermögen im Land lassen will,” für dass ich bis auf eher radikale Änderungen auch keine Antwort habe. Nur so als Denkanstoß, ihr könnt mich ja auseinandernehmen dafür. 😉
    Ich fands interessant, dass Tim sagte, dass eventuell Arbeitsplätze auf dem Land verschwinden könnten, dann aber später sagte, dass das Leben auf dem Land allgemein billiger wäre, und man da mehr von seinem Grundeinkommen hätte. Wäre das nicht ein mögliches Argument, eben auf dem Land zu bleiben? (Falls ich das so richtig verstanden habe)
    Leider haben all diese Experimente mit BGE ein grundlegendes Problem: es ist ein ganz anderes Mindset, das man hat, wenn man weiß, man bekommt auf ewig die fixen 1000€, oder man bekommt das Geld in einem begrenzten Zeitraum im Rahmen eines Versuchs. Wie will man da Risiken eingehen, wenn das Geld in ein, zwei, x Jahren wieder weg ist?

  3. Glueheis (Manuel)

    Moin moin ihr Nerdwand Piraten,

    Ihr dachtet ihr kommt diese Woche um einen meterlangen Kommentar von mir rum, was? Denkste! 😊😊😊
    Bin ein bisschen spät dran mit Kommentieren, will das aber bei der ersten Debatte nicht versäumen.
    Danke, dass es ihr das Format gestartet habt.
    Es war ein super Start für das Format und bin begeistert wie gut das jeder von euch gemach hat.
    Habt ihr euch stark vorbereitet oder habt ihr euch nur die Argumente zurecht gelegt und es in Marcels Hand gelegt?

    Ich fühlte mich total in die Schulzeit und dem Bewerberseminar der Schule zurückversetzt gefühlt bei dem Konzept. Dickes Lob an Marcel: das war eine super Moderation und Umsetzung.

    Und auch an euch Kontrahenten. Jemanden wirklich zuende zuzuhören, sich die Punkte zu merken und sinnvoll drauf einzugehen ist sehr schwer und ihr habt auch das besser bewältigt als ich gedacht hätte.

    Ich freue mich, wenn ihr das regelmäßig macht und auch am Ende die “Aussprache” beibehaltet mit der “echten” Meinung.

    Einzige Kritik, die ich habe wäre die Bewertung objektiver vorzunehmen und auch erst nach der Debatte, da Hinweise wie “Das ist ein starker Argumentationsansatz” den Verlauf des Gespräches sicher verändern. Aber Jammern auf hohem Niveau.

    Weiter so. Danke für die gute Unterhaltung.
    Die gibt es Im übrigen ab 3€ pro Monat schon eine Woche eher und jede Woche… Sagt den Leuten das doch mal, die zuhören. Woher sollen sie es sonst wissen? 😂

    Viele Grüße aus Bremen von
    Manuel

  4. Ay Gude,

    also ich muss schon sagen, das war höchst interessant – leider habt ihr noch recht viel Potential verschenkt, aber für die erste Debatte dieser Art sei es euch verziehen 😉
    Ich beschäftige mich aufgrund meiner politischen Arbeit schon lange mit dem Grundeinkommen (egal ob bedingungslos oder bedingt).

    Meine persönliche Meinung zum (bedingungslosen) Grundeinkommen:
    Es ist eine super Sache und ich bin voll dafür.
    Aber unsere Gesellschaft ist absolut nicht Bereit dafür.

    Der finanzielle Aspekt von Tim ist zwar nicht gänzlich falsch, vor allem der Punkt dass die wenigsten das Grundeinkommen “on top” auf ihr jetziges Einkommen bekommen ist eine Utopie. Aber es gibt zahlreiche Modelle, die eine Finanzierung durchaus realistisch machen. Tims Aussage “das würde mehr kosten als unser Haushalt her gibt” stimmt ja schon gar nicht. Dass Patrick da nicht drauf angesprungen ist, fand ich interessant, aber da komme ich gleich noch drauf. Bei rund 80 Millionen Bürgern, würde das Grundeinkommen 80 Milliarden Euro kosten. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat 2019 aber schon 145 Milliarden, also knapp das doppelte an Bundeshaushalt vorgesehen!
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/449433/umfrage/bundeshaushalt-ausgaben-nach-ressorts/

    Aber Tim hat vollkommen Recht, dass ein Grundeinkommen nur mit einer starken Überarbeitung unseres Steuersystems einher gehen kann.
    Auch eine Mehrwertsteuer von 50% wäre denkbar, allerdings nur bei Abschaffung anderer Steuern. Denn in Realität steckt in jedem Produkt bereits um oder sogar über 50% Steuern drin! Allerdings in Sozialabgaben, Rente, etc.
    Würde man das auf die MwSt. umlegen, dann würden auch plötzlich Produkte aus fern Ost deutlich teurer und damit die Steuereinnahmen steigen. Außerdem hätten deutsche Produzenten endlich eine Chance gegen “Billig aus fern Ost”.

    Was ich aber sehr Bedenklich finde ist die Aussage “dann macht niemand mehr die Jobs die keiner machen will oder man müsste dafür extrem viel bezahlen”.
    1. würden dann die Jobs, die (wie man heute so schön sagt) Systemrelevant sind endlich mal so entlohnt, wie sie es verdienen.
    2. würde die Moderne Sklaverei endlich der Zahn gezogen werden. Weil genau dass ist dieses Vorgehen, Sklaverei! Es wird mit der Existenzangst der Menschen gespielt, “entweder du schrubbst den Boden für 2 Mark 50 oder du landest in der Gosse”.

    Patrick hat leider gezeigt, was mir schon länger aufgefallen ist. Ihm fällt es schwer zu argumentieren und vor allem “mit” seinem Gegenüber zu argumentieren. Allerdings war Tim in dem heutigen Podcast kaum besser.
    Was mir überhaupt nicht gefallen hat, war die Tatsache das kaum bis gar nicht auf Argumente des anderen eingegangen wurde. Es wurden nur Argumente gegen Argumente gebracht, aber die gegnerischen Argumente hinterfragen oder entkräften (z.B. in Punkto Bundeshaushalt, siehe oben) fehlte völlig.
    Aber es war ja auch eine “Debatte” und keine Diskussion. Das sieht man in der Politik leider zu Hauff, dass man sich nur noch Argumente an den Kopf wirft und darauf beharrt, egal ob richtig oder falsch. Aber auch niemand her geht und wirklich auf die Argumente eingeht.
    Dafür war eigentlich euer zweiter “Abschnitt” vorgesehen, aber wirklich auf einander eingegangen seid ihr nicht. Ich würde mir wünschen dass ihr das in Zukunft besser hin bekommt. Aller Anfang ist nun mal schwer 😉
    Ich gebe euch gerne mal Nachhilfe im Argumentieren oder ihr fragt einfach Marcel wie das geht xD

    Zum Abschluss meines Romans, noch kurz warum ich unsere Gesellschaft noch nicht “bereit” sehe.
    Unsere Gesellschaft versinkt immer weiter in der kapitalistischen Denke.
    Und so lange dieser Trend an hält und sich die Gesellschaft nicht auf ein gemeinsames Miteinander besinnt, wird das Grundeinkommen seinen Zweck verfehlen.
    Patrick meinte, die Menschen werden gleich gestellt und es würde weniger Neid zwischen ihnen vorherrschen.
    Die Realität ist aber, genau das wird nicht passieren. Wir müssen unseren “Sieges drang” und Neid unseren Mitmenschen gegenüber zuerst verlieren, bevor das Grundeinkommen so funktioniert, wie von Patrick beschrieben.

    Best regards

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